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Pressebericht Europ'age

Alter als Chance - Seniorenlotsen für Hilfsbedürftige - Europ'age beim 2. Saarländischen Seniorentag


                                     

Älter werden ist eine große Chance. Darin waren sich Saarlands Sozialministerin Monika Bachmann (CDU) und der Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO), Franz Müntefering, beim 2. Saarländischen Landesseniorentag im Saarbrücker Schloss einig. Müntefering, der mit Saar-Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) über "Ruhestand - und dann? - Engagement im Alter" diskutierte, verriet sein Erfolgsgeheimnis für gelingendes Altern: "Laufen, Lernen, Lachen".

"Im Saarland leben 220 000 Menschen über 65 Jahre und auch die haben Perspektiven und oft noch Jahrzehnte gestaltbare Zeit", sagte Ministerin Bachmann. Zugleich kündigte sie an, für die hilfsbedürftigen Rentner im Saarland ein flächendeckendes Netz von hauptamtlichen Seniorenkoordinatoren und nebenamtlichen Seniorenlotsen in allen Landkreisen zu schaffen. Diese Lotsen könnten Senioren beispielsweise beim Einkaufen helfen, dem Gang zum Friseur oder zur Bank begleiten.

Der Vorsitzende des Landesseniorenbeirates, Gerhard Ballas, konnte mit dem von seiner Organisation, der Landesregierung und dem Regionalverband Saarbrücken veranstalteten 2. Landesseniorentag mehr als zufrieden sein. Hochrangige Gäste und ein volles Haus im Saarbrücker Schloss toppten noch die Premiere aus dem Vorjahr. Bei einem "Markt der Möglichkeiten", bei dem an Informationsständen viele Organisationen ihre Angebote für Senioren unterbreiteten, war auch Europ'age Saar-Lor-Lux e.V. sehr aktiv mit dabei. Europ'age-Präsidentin Marianne Granz, Vize Esther Ribic sowie die Vorstandsmitglieder Marie-Luise Wollbold und Udo Lorenz waren gekommen, um über die Europ'age-Angebote bilinguale deutsch-französische Sprachkreise, PC-Kränzchen zum Umgang mit neuen Medien, das Projekt "Senioren für Europa" , Bildungsfahrten, gesundheits- und sozialpolitische Vorträge sowie Hilfen für Flüchtlinge zu informieren.
Auch den von Ministerin Bachmann und BAGS-Chef Müntefering verlangten verstärkten Generationendialog von Jung und Alt unter dem Motto "Jedes Alter zählt" hat sich Europ'age längst auf die Fahnen geschrieben.

"Ob 76 oder 26 Jahre: wie alt man ist, ist eigentlich recht unwichtig", brachte es Müntefering auf den Punkt. Der Erfahrungsschatz der Älteren und der Neuigkeitsdrang der Jüngeren könnten sich zum Wohl der Gesellschaft sicher oftmals noch viel besser paaren - ob bei Arbeit, Freizeit oder Wohlbefinden. Laut einer auf dem Landesseniorentag vorgestellten Studie des Deutschen Zentrums für Altersfragen hat sich der Anteil erwerbstätiger Menschen im Ruhestand in den letzten beiden Jahrzehnten von 5,1 auf 11,6 Prozent mehr als verdoppelt und die weitaus meisten älteren Berufstätigen fühlen sich dabei weder über- noch unterfordert. Gut zwei Drittel der Menschen in der zweiten Lebenshälfte berichten zudem über eine gute Gesundheit. Und Großeltern betreuen heute deutlich häufiger Enkelkinder als früher.

Udo Lorenz, Europ‘age
Quelle Foto: asb